Bedingongslose Liebe
 

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ÜBER BEDINGUNGSLOSE LIEBE 

geschrieben von Maud Nordwald Pollock 

übersetzt von Thomas Niehaus

Wenn der Herbst naht, beginnt für uns wieder der Alltag, die Zeit der Rückkehr in die Unterricht und die Arbeitsstätten, wo wir wieder mit alten Freunden und Kollegen zusammenkommen wie auch neue Leute treffen. Vor uns liegt die Herausforderung, von neuem mit anderen Menschen umzugehen und der Wunsch nach Anerkennung und Zuspruch wird wieder stärker werden. Wenn ich von meiner arbeit von "Anerkennung" und "Zuspruch" spreche dann hat das etwas mit "Liebe" zu tun. Gemeint ist nicht die Liebe, die wir kennen, wenn wir verliebt sind, oder die Liebe unsern Eltern zu uns, aber etwas Ähnliches, nämlich eine Erfahrung oder anders gesagt, ein "Gefühl" zu haben daß da etwas ist, das uns gut tut. Ein "Gefühl" geschätzt zu werden, angenommen zu sein. Anerkennung zu finden. Wir all denken zu weile über leibe nach, manche artikulieren ihre Gedanken sogar. Das Interesse an dem Phänomen "Liebe"ist heute großer als je zuvor. Wir möchten verstehen, was liebe ist. Wir möchten erleben, wie es ist geliebt zu werden und zu lieben. Dieses neue Bewußtsein wie wichtig Liebe ist, und welche Auswirkung sie auf uns und die Gesellschaft hat, gab den Anstoß zu einer Unmenge von Bücher zu diesen Thema. Je klarer es wird, was liebe ist und was nicht, warum und wie es gilt zu lieben, des mehr ergibt sich die logische Konsequenz, in der weiteren Entwicklung unserer Erfahrung, die wir Liebe nennen, als nächstes die Ebene der selbstlosen Liebe zu erreichen, eine Liebe ohne Bedingungen und Vorbehalten zu leben.

In den ausgehenden 80'er Jahren, nach viele Jahren meiner Tätigkeit, nicht nur die Heilmethode des Therapeutic Touch, sondern auch ein Bewußtsein zu lehren, das die Fähigkeit zu heilen wachrufen und unterstützt, trat man an mich mit der Bitte heran, ein Buch darüber zu schreiben. Als ich dann während des Schreibens auf einen Aspekt bedingungslose Liebe, nämlich Mitgefühl, zu sprechen kam und diese zu erklären versuchte verlagerte sich der ursprüngliche inhaltliche Schwerpunkt, wie heilt man andere, dahingehend, daß ich mich mit einmal fragte, wie heilt man sich eigentlich selbst. In den Mittelpunkt rückte die Liebe in ihrer erweiterte Dimension, die bedingungslose Liebe. Das gab auch den Ausschlag für den Titel, zu dem ich mich entschied: "Bedingungslose Liebe". Möchte man als Autorin zu einem Thema wie diesem wirklich etwas sagen, bedarf es als Grundlage gewisser persönlicher Erfahrungen. Viele Geschehnisse in meinem Leben habe mich gezwungen zu lernen, was es bedeutet, bedingungslose zu lieben. Sie waren Dreh-und Angelpunkte, die Art und Weise veränderten, wie ich das Leben sah, und insoweit wunderbare Geschenke.

Die Vorstellung, daß wir imstande sind, bedingungslos zu lieben, und wir es mit einem Hilfsmittel und einer Umstellung der Blickwinkel lernen können, berührt mich tief. Welch großartige Gelegenheit, den transformativen Prozeß unterstützen zu dürfen! Sicherlich würde jeder auf Welt ein Buch mit den Titel"Bedingungslose Liebe" begierig aufnehmen. Schließlich ist bedingungslose Liebe ein Zustand, auf den die meisten Religionen hinzielen: den anderen Menschen so anzunehmen, wie sie sind, ohne Wenn und Aber. Etwas, das in der Menschheitsgeschichte anscheinend so selten vorgekommen ist wird jetzt mit einmal für viele möglich! Man stelle sich meine Überraschung vor, als ich entdeckten mußte, das die Vorstellung bedingungslose Liebe für manche überhaupt nicht so unwiderstehlich war, wie ich dachte. Zu meinem Erstsaunen beschloß der deutsche Herausgeber, den Titel zu ändern. Bei einem Treffen der Marketing-Leute des Verlags war man der Meinung, der Titel "Bedingungslose Liebe" würde das Publikum eher abschrecken als zum Kauf animieren. Mit dem Argument, so eine Liebe könnte mit Masochismus assoziiert werden.

Wenn wir nach bestimmten Realität leben und überzeugt sind, diese Realität sei ein und alles, kann man kaum glauben, daß andere sie nicht begreifen. Noch unerwarteter traf mich die Vorstellung, es konnte Leute abschrecken, wenn man ihre Fähigkeiten erweitert. ich hatte ganz vergessen, wie es Galileo und Seingleichen ergangen war, und wie sehr ihre neuen Ideen am Status quo gerüttelt hatten, daß die einen im Kerker gelandet, die anderen sonstwie beseitigt worden waren. Was Gruppenreaktion ist, wurde mir bei meinem ersten Seminar zum Thema Therapeutic Touch klar, das ich einst an Berufschule für Krankenpflege in Deutschland abhielt. Die angehende Krankenpflege Schüler waren völlig unvorbereitet in das Seminar gekommen. Als ich die Ideen vorstellte und im weiteren Verlauf Erfahrungen in ihnen wachrief, die ihnen überhaupt nicht vertraut waren, kam dem meisten von ihnen das alles so fremdartig vor, daß sie tatsächlich davon zurückschreckten. Ich war von ihrer Reaktion ganz und gar verblüfft. Angesichts der Möglichkeit, ihnen die Methode des Therapeutic Touch beibringen zu können, war ich so überschwenglich, daß ich unweigerlich annahm, sie wären hoch erfreut darüber, die Befähigung dazu zu erlernen. Statt dessen wurden manche aggressiv, andere bekamen es mit der Angst zu tun und verschwanden einfach. Die neuen Vorstellung paßten nicht in ihre begrenzte Sicht der Dinge. Für mich ist das, was ich unterrichte, die natürlichste Sache der Welt und etwas ganze reales, ein Faktum. Die tatsche, daß andere vor der Möglichkeit Angst hatten, ihre ureigensten, angeborenen Potentiale zu entdecken und umzusetzen, war eine regerechte Offenbarung. Diese Art von Reaktion hat sich in der einen oder anderen Variante in meinem Seminaren über die Jahre hinweg immer wiederholt. Ich habe inzwischen gelernt, derartige Erfahrung meiner Teilnehmer anzuerkennen und einzukalkulieren. Sie sind Teil ihres persönlichen Heranwachsens bzw. manchmal Ausdruck ihres Widersetzen. Ich kann verstehen, daß Verstellung, bedingungslos geliebt zu werden oder bedingungslos zu lieben, möglicherwiese etwas Abschreckendes hat.

Wohin besteht diese Liebe, die uns Angst machen könnte, letztlich aber von uns allen ersehnt wird? Was bedeutet es wirklich, bedingungslos zu lieben? Viele Leute sind der Meinung, bedingungslose Liebe sei eine Art Aufopferung, ein Sich-Aufgeben für den andern. Das ist keinesfalls so. Sie besteht nicht darin, ein Märtyrer zu werden oder auf sich herum trampeln zu lassen wie auf einem Fußabtreter. Sie besteht nicht darin, zu resignieren und zu sagen, "Nun gut, ich kann es sowieso nicht ändern". Bedingungsloses Lieben kann durchaus beinhalten, Grenzen zu setzen. Es beginnt jedoch immer damit, uns selbst bedingungslos zu lieben. Bedingungslose Liebe ist zunächst eine Bewußtseinserfahrung, die wir machen, wenn wir die Verbindung mit dem Göttlichen, Heiligen in uns eingehen und entdecken daß wir dadurch im Grunde vollständig sind. Es ist nicht die Liebe, so wie wenn man einen Menschen aus heftigem Verlangen oder aus dem Bedürfnis, ihn zu brauchen, mal in vereinnahmender, mal in schützender Weise liebt. Nicht diese Art von Liebe des "Ich-kann-ohne-dich-nicht-leben", auch nicht die überschwenglichen, "Verliebtseins". es ist einfach ein Zustand, in dem wir weder urteilen noch verurteilen, sondern den Mitmenschen einräumen, so zu sein, wie sie gerade sind, ohne die Erwartung oder Wunsch, sie zu ändern. Das ist dein Auf-oder Nachgeben, sondern eine zutiefst empfundene Bereitschaft, andere bedingungslos anzunehmen. Eine Herausforderung, fürwahr! Ist es denn möglich? Und ob! Bedingungslose Liebe ist völliges Verständnis, Mitgefühlt, ohne Mitleid zu haben, ist die Fähigkeit, seine Mitmenschen so zu lieben wie sich selbst, wie ein weiser Mensch es einst postulierte. Ohne das sie mich aufhält zu sagen, "Das, sei es von Gottes Gnade, bin ich"

Der Schlüssel zu bedingungslose Liebe ist die Liebe zu sich selbst. Wenn wir uns selbst akzeptieren können, als weder "gute" oder "schlechte" Menschen, und uns sagen können, daß es völlig in Ordnung ist, wenn wir so sind, wie wir gerade sind-auch wenn es von unserer menschlichen Wart aus bisweilen so scheint, als seien manche "bessere" und andere "schlechtere" Menschen-, und wenn wir verstehen, daß wir die gleichen Stärken und Schwachen haben wie andere, dann wird es möglich, die anderen zu akzeptieren. Wir müssen einsehen, dass die Aspekte, die wir bei anderen ablehnen, zugleich unsere eigenen Seiten sind, und wir uns mithin teilweise selbst zurückweisen. Solche Ablehnungen bringen wir dadurch zum Ausdruck, daß wir uns Urteile über andere bilden. Wir neigen dazu, weil es uns so beigebracht worden ist. Aus diesem kollektiven Gewohnheitsmäßigen Verhalten, über andere zu urteilen, erklärt sich unser Unvermögen, unser aller Schattenseiten zu akzeptieren. Einerseits ist es für uns ganz natürlich, perfekt sein zu wollen, weil wir Angst vor der eigenen Unvollkommenheit haben. Anderseits haben wir nicht begriffen, daß alles, so wie es ist, vollkommen ist. Was die Welt unvollkommen macht, sind unsere Gefühle und Ansichten.

Dennoch projizieren wir unser Verlangen nach Vollkommenheit auf andere. Sie sollen so denken wie wir und so handeln, wie wir uns das vorstellen. Ist das etwa Freiheit. ob Politiker oder Schiedsrichter auf dem Sportplatz, an liebsten möchten wir die anderen so kontrollieren, das sie sich verhalten, wie wir es wollen. Da wir aber alle Individuen sind, erfüllen die meisten eben nicht unsere Erwartungen, und so unternehmen wir zumindest im Geiste alles um sie zu ändern. Wer sich ändern soll, sind die anderen, nicht wir. So wie sie sind, werden si nicht akzeptiert. Aber `indem wir sie nicht bedingungslos akzeptieren, akzeptieren wir uns selbst stellvertretend ebenso wenig. Ein verständliches Verhalten, da wir es bislang nicht besser gekannt haben.

Dank neue Hilfsmittel wird es möglich, bedingungslose Liebe zu praktizieren, auch und grade im Alltag. Endlich kann eine Veränderung herbeigeführt werden. Wozu? Nun, zu unserem persönlichen Frieden, zu unserer inneren Ausgeglichenheit, zur Beendigung unseres Leidens. Noch immer wird unsere "menschliche" Natur von Emotionen beherrscht. Ganz gleich, wie sehr einzelne versucht haben, sich davon frei zu machen, in der Regel sind ihre Beweggründe emotionaler Natur. Emotionen sind zwar Teil des Menschen, aber uns von unseren Emotionen leiten zu lassen, ist kaum noch ganz zeitgemäß.

Die Spirituelle Psychologie ermöglicht es uns, Emotionen zu überwinden. Mittels ihrer

Vorstellungen können wir einfühlsames Loslassen üben und schließlich, befreit von der Gewohnheit, über andere zu urteilen, zu bedingungslose Liebe gelangen. Ich meine, tiefgreifendste Umstellung in unserer Sicht der Dinge ost die, daß wir akzeptieren, "spirituelle Wesen" zu sein, die eine menschliche Daseinserfahrung machen, nicht umgekehrt. Es ist wichtig zu verstehen, daß wir über viele Dimensionen verfügen, daß wir Wesen sind, die aus Licht bestehen und durch Schwingungen manifest werden, und nicht nur aus verdichteter Materie zusammengesetzt sind. Die spirituelle Anatomie lehrt, daß wir aus unterschiedlichen Körpern bestehen, die alle aus Licht sind, und jeder einen bestimmten Zweck hat, wie unsere physischen Organ auch. Die charakteristischen Parameter dieser "Licht-Körper" können mit den Händen ertasten, bei Hellsichtigkeit sogar gesehen werden. Für die Gesamtheit dieser Körper haben wir einen Namen-wir sprechen dann von Aura. Wenn wir unseren spirituelle Form bzw. Anatomie verstehen, können wir herausfinden, warum wir bis jetzt unseren Emotionen ausgeliefert gewesen sind. Der Licht-Körper, mit dem größten Einfluß auf Emotionen ist der sogenannte "Gefühlskörper". Energetische ist dieser wie ein Behälter, in dem sich von Geburt an alle unsere Gefühle einnisten. Die darin angesammelten Gefühle - von der guten bis zu den schlechten- beeinflussen unser Denken. Diese Licht-Körper, der als Merkmal einen bestimmte Schwingungsfrequenz aufweist, befindet sich energetisch gesehen auf einer dichteren und somit niedrigeren Ebene als der, der dis nächste Schicht bildet, unser sogenannter "Mentalkörper und "Denk-Gefährt". Auch dieser Licht-Körper stellt eine Art Speicher dar, worin all unsere Gedanken aufbewahrt werden. Jeder Gedanke, den wir haben Muß also zunächst durch das Schwingungsfeld unseres Gefühlskörpers hindurch. Das ist in der Regel so als flösse Wasser durch ein verstopftes, altes Rohr; Je mehr Rückstände und Schmutz sich darin befinden, desto weniger Wasser kommt durch. Infolgedessen werden Gedanken vom Gefühl conditioniert, ehe sie den Umwandlungsapparat-en physischen Körper und d as Gehirn- erreichen, der die Form von Schwingungen vermittelte Informationen letztlich entschlüsselt und interpretiert. Mit unserem physischen Körper empfinden wir Gefühle, mit unserem Gehirn dechiffrieren wir Gedanken. Sind Gedanken und Gefühle miteinander gepaart, entstehen Emotionen. Durch das Aufstauen ungelöster Gefühle verdichtet sich der Gefühlskörper mehr und mehr, mit dem Ergebnis, daß unsere Gedanken subjektiv sind, d.h. unseren Gefühlen untergeordnet.

Nur allzu gerne glauben wir, von unseren Gefühlen nicht betroffen zu werden und imstande zu sein, objektiv zu denken. Das kann manchmal durchaus so sein, nicht zuletzt, wenn wir als Wissenschaftler, Ingenieure oder Mathematiker and der Arbeit sind; in den persönlichen Bereich spielen Emotionen dann doch wieder herein.

Vor zwölf Jahren habe ich damit begonnen, ein Hilfsmittel zu entwickeln, das ich im Laufe meiner zahlreichen Seminare weiter verfeinern konnte. Ich nenne es "Feeling Dissolve"© ("Gefühle lösen"). Wenn wir uns das Lösen von Gefühlen wirklich aneignen und diese Arbeit an uns selbst in unseren Alltag übernehmen, werden wir imstande sein, unvoreingenommen zu denken. Wie sehr Gefühle unser Denken beeinflussen, erkennen wir erst, wenn wir anfangen, sie aufzulösen, und dabei entdecken, was mit uns geschieht und wie andere reagieren. Wie wir es schaffen, unvoreingenommen und unparteiisch zu denken, das kann uns die spirituelle Psychologie lehren.

Die Psychologie ist das Wissen der Seele und als solche eine ganzheitliche Psychologie, die sich mit sämtlichen Bereichen und Dimensionen unseres Selbst befaßt. Sie lehrt uns zu verstehen, was unsere Aufgabe hier auf diesen Planeten ist. Sie hilft uns, unsere kreativen Kräfte freizulegen und von dem, wie ich es nenne "leidtragenden-Bewußtsein" loszukommen, weg von dem weitverbreiteten, weil von gewissen Religionen gefördert Glauben bzw. Denken, wir hätten gefehlt, seien Erbsünder, Schuldige und Opfer von Umständen. Allmählich reift in uns die Erkenntnis, daß wir unsere Realität mit erschaffen. Folglich sind wir auch für die Ereignisse, die unser Leben betreffen, mitverantwortlich. Die Gefühle, an die wir uns klammern, hindern uns, dies klar zu sehen und entsprechende Entscheidungen zu treffen. Sie sind das schwierigste Hindernis, das wir zu überwinden haben. Erst wenn wir sie beherrschen, kommen wir in den Besitz unsers wahren inneren Vermögens, und nur in Gegenwart bedingungslose Liebe kann sich dessen ganze Kraft entfalten. Jetzt können wir vieles sein lassen, das wir aus Angst, Ärger oder aus einem anderen ungelösten Gefühl gewohnt waren, und ganz einfach aus Liebe handeln. Solange wir jedoch unsere Gefühle nicht im Griff haben können andere über uns bestimmen indem sie die ungelösten Gefühle in uns aufstacheln. In Schmerz-, Angst- und Schuldgefühlen, aber auch Arroganz, schlägt sich stets mangelnde Liebe zu sich selbst nieder. Ein solcher Mangel an Selbstliebe schwächt uns und macht es anderen leicht, uns zu manipulieren. Faszination auf uns auszuüben und mithin Einfluß auf unser Denken und unser Verhalten. Sobald wir aber lernen, Usern Gefühlen auf den Grund zu gehen und sie aufzulösen, werden wir Herr über uns selbst. Nun können wir Entscheidungen treffen, die auf wahrer Erkenntnis beruhen. Wir können auch zu der tief in unserem Inneren angelegten Allwissenheit vordringen. Wir werden uns immer mehr dem Zustand des Einsseins nähern, weil wir verstehen, daß jeder von uns als Teil des kollektiven Unbewussten auf diesem Planeten in sich sämtliche Dinge und sämtliche Wesen umfaßt. Wir finden zu einer neuen Einstellung, die besagt. "Das bin ich auch", statt zu denken, "Das bin ich nicht". Die Erfahrung eines solchen Zustands, in dem wir erkennen, "Das bin ich auch", hilft uns, andere bedingungslos anzunehmen, so daß sie sich im Endeffekt wirklich akzeptiert fühlen, emotional wie auch von den Schwingungen her. Was für eine Gabe das doch ist! Wenn wir die bedingungslose Liebe, die wir für andere empfinden, ihnen auch vermitteln können, helfen wir ihnen Vertrauen zu fassen und sich zu öffnen. Das ist konstruktiver und kreativer zwischenmenschlicher Umgang. Der Schlüssel zu harmonischem Zusammenleben, Frieden und Freiheit ist bedingungsloses Lieben. Es ist eine im Herzen praktizierte Liebe, ein tief empfundener Zustand bar aller Vorbehalte und Bedingungen, der nur möglich ist, wenn wir uns von der hinderlichen Last unserer ungelösten Gefühle frei machen. Es ist ein so klares Gefühl, ein so freier Seinszustand. Aber ohne Selbstdisziplin a und Aufmerksamkeit geht es nicht. das bedeutet nicht, daß damit Qualen oder Selbstverleugnung verbunden sind. erfühle sind zwar etwas Illusionäres, doch so lange wir uns nicht von ihnen freimachen, bleiben sie existent und wir ihnen verhaftet. Mit "Feeling Dissolve"©, dem Lösen von Gefühlen beginnt der weg zu bedingungslose Liebe, Freiheit, Klarheit und Verständnis. Bedingungslose Liebe ist Kraft, Kreativität, Einssein; sich in einem Zustand spiritueller Liebe zu befinden und aus der Unerschöpflichkeit dieser Liebe heraus zu handeln. Sie ist echter Reichtum.

Wie erkennen wir ein Gefühl? Um diesem Problem beizukommen, habe ich sieben Kategorien von Gefühlen definiert, die alle eins gemein haben; Sie zehren Energie. Allein sie im Zaum zu halten kostet uns Energie. Diese Energie zehrenden Gefühlskomplexe sind: Hoffnungslosigkeit, emotionale Schmerzen, Angst, Schuld, Begehrlichkeit, Wut und Arroganz. Sobald wir Energie raubende Gefühle lösen, stellen sich erfahrungsgemäß Gefühle ein, die uns Energie geben, wie Beherztheit, Akzeptanzbereitschaft, Ausgeglichenheit. Wie gehen wir dal Lösen von Energie Verschleißenden Gefühlen an? Zunächst identifizieren wir sie. Dann lokalisieren wir sie in unserem Körper. Als nächstes wollen wir sie mit Hilfe unserer kreativen Vorstellungskraft Gestalt annehmen lassen. Mit dem ersten Bild, das vor unserem geistigen Auge entsteht, beginnt unsere Arbeit. Es kann ein geometrisches Gebilde sein, oder eine andere form, sogar eine Wolke, es kann eine bestimmte Farbe haben, von bestimmter Dichte sein oder mal dicker, mal dünner. Es kann sich um ein Behältnis wie z.B. eine Falsche oder Topf handeln, mit einem irgendwie gearteten Inhalt, usw. Da wir von Natur aus gerne vermeiden. Gefühlen nachzugehen ist es ganz hilfreich, ihnen einen Kontext zu geben, damit unsere Aufmerksamkeit leichter auf sie gerichtet bleiben kann. Auf diese Weise machen wir ein Gefühl greifbar, und erst dann können wir etwas damit anfangen. Wir konzentrieren uns auf die Stelle, wo das Gefühl sitzt, und wegwischen oder fächeln als ob man sich abstaubt, mit der Hand bei jedem Ausatmen die Energie von dort fort, solange bis das in der Vorstellung vorhandene Bild von dem Gefühl völlig verschwunden ist. Zuletzt füllen wir die nunmehr leere Stelle kraft unserer Vorstellung mit hellem Licht auf, am besten mit weißem. Denn wenn das nicht gemacht wird, kann es sein, daß das behandelte Gefühl nicht vollendes aufgelöst ist und Rückstände verbleiben oder ein anderes die Stelle einnimmt. Verspüren wir im nachhinein Erleichterung oder holen wir tief Atem, ja atmen überhaupt besser, so sind das Anzeichen dafür daß wir das Gefühl gelöst haben. Ob es wirklich so ist erkennen wir aber am besten daran, ob wir zu der Personen oder Situation, durch die das Gefühl eigentlich ausgelöst wurde, eine neue Einstellung haben. Wir sollten Abstand gewonnen haben, gelassen sein und solche Situationen nicht so wichtig nehmen. Versuchen Sie es mal und Sie werden sehen, es klappt. Wenn sie nicht aufgeben, werden Sie merken, das es überall funktioniert - in der Familie, in der Schule, im Arbeitsplatz. Mit Freund und Feind!

All das und mehr ist Inhalt meiner Seminare. Wenn sie Interesse haben senden sie mir eine eMail: maudnpollock@freenet.de - oder besuchen sie meine Web Seite unter www.maud-nordwald-pollock.com wo sie alle Kurs Daten und Kontakt Adressen finden. Für ihren Lebensweg immer viel Glück und Licht

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